Neli Kokolashvili einfach nur als besondere Chefköchin zu bezeichnen, wäre fast zu wenig.
Ihr Weg in die kulinarische Welt begann mit einer überraschenden Wendung: Neli studierte Jura und arbeitete in der Staatsanwaltschaft in Tiflis. Eines Tages begleitete sie eine Freundin zu einem Kochkurs - eigentlich nur aus Spaß. Man kennt das: „Ich schaue mir das einfach mal an.“
Aus diesem zufälligen Interesse wurde Leidenschaft. Und aus Leidenschaft wurde eine neue Berufung. Ein Mentor und Chefkoch erkannte nicht nur ihr Talent, sondern auch das echte Feuer, das sie für das Kochen in sich trug.
Nach dem Abschluss der Kurse tauchte Neli vollständig in die Welt der Küche ein. Vier Jahre lang sammelte sie praktische Erfahrung in einem kleinen Bistro-Café in Tiflis.
Dann kam eine unerwartete Rückkehr: Sie ging zurück in die Staatsanwaltschaft ihrer Heimatstadt - diesmal jedoch in einer völlig anderen Rolle: als Chefköchin.
“Ich habe die Robe im Gerichtssaal gegen die Kochschürze getauscht — und diese Entscheidung nie bereut.”
Später führten sie weitere Stationen nach Warschau und München, in georgische Restaurants, in denen sie nicht nur neue Gerichte hinterließ, sondern eine ganze Philosophie des Geschmacks.
Pilz-Khinkali. Süße Khinkali. Das waren nicht einfach Experimente - es waren kleine kulinarische Revolutionen.